(Fachanwalt Strafrecht Berlin) Kinderpornografie: Operation Tornado – Hausdurchsuchungen bei Kreditkarteninhabern nach fünf Jahren
Im Rahmen der von Interpol koordinierten Operation Tornado wurden zahlreiche Ermittlungsverfahren auch gegen deutschen Tatverdächtige eingeleitet. Hintergrund sind Zahlungen im Rahmen von „IWEPAY“, einem von weißrussischen Entwicklern ins Leben gerufenen Zahlungssystem, das u.a. der Abwicklung von Zahlungen für kostenpflichtige kinderpornografische Webseiten diente. Bei der Auswertung der Kundendaten wurden über 60.000 Kundenkonten aus 146 Ländern festgestellt. Mehr als 5.000 betrafen „User“ aus Deutschland.
Auch wenn die Entwickler bereits 2008 festgenommen wurden, hält die Auswertung der gefundenen Daten an. Auch aktuell werden Verfahren gegen Inhaber von Kreditkarten eingeleitet und Wohnungen durchsucht. Betroffen sind Einsätze von Kreditkarten in den Jahren 2006 bis 2007.
Da bereits bestraft wird, wer es unternimmt, sich den Besitz an Kinderpornos zu verschaffen, kann auch der Einsatz einer Kreditkarte zum Freischalten des Zugangs einer Webseite mit kinderpornografischem Inhalt eine Straftat darstellen. Die Strafen sind erheblich.
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